Die „Ganzhausheizung“

Sonne, Holz (oder Holzpellets) und Wasser …
… mehr benötigen Sie nicht, um Ihr Einfamilienhaus zu heizen.

Mit einem ausgereiften System (z. B. DAVID von Brunner) haben Sie die Möglichkeit, gemütliche Kachelofenwärme im ganzen Haus zu erleben.
Das System basiert auf folgenden Komponenten:

  1. Kachelofen mit Kesselteil zum Feuern mit Holz (ca. 10 - 12 Festmeter/Jahr) oder automatisch beschickt mit Holzpellets
  2. thermische Solaranlage (ca. 8 - 10 qm Röhrenkollektoren, z. B. Paradigma) zum Erwärmen von Wasser - hauptsächlich im Sommer, aber auch zur Heizungsunterstützung im Frühling oder Herbst
  3. Pufferspeicher (800 – 1000 l) zur Bereitstellung des durch Sonne oder Kachelofen erwärmten Wassers
  4. Zentralsteuerung (z. B. DZE von Brunner in Verbindung mit der EOS elektr. Ofensteuerung)
  5. Wandflächenheizung (oder, z. B. im Bad, Fußbodenheizung) zur Wärmeverteilung

1.  Kachelofen 
Im Winter und in der Übergangszeit ist der Kachelofen Wärmelieferant Nummer 1. Meist zentral im Wohnbereich platziert versorgt er den Aufstellraum mit Strahlungswärme. Alle anderen Räumlichkeiten werden durch das vom Kachelofen erzeugte Heizwasser mitbeheizt. Wie bei jedem Kachelofen ist die Gestaltung völlig individuell. Der Heizeinsatz inklusive Kesseltechnik und alle anderen technischen Komponenten verschwinden hinter dem Kachelofenmantel und stehen ihrem Traumdesign in keiner Weise im Wege. Um zu verhindern, dass manche Wohnbereiche zu viel und andere zu wenig Wärme abbekommen (Stichwort „Saunaeffekt“), gibt es verschiedene Varianten von Heizeinsätzen.
Der Einsatz der verschiedenen Heizeinsatz-Varianten hängt davon ab, wie hoch der Anteil der Kesselleistung sein soll bzw. welchen Stellenwert der Kachelofeneffekt bei der Nutzung der Holzbrandfeuerung haben soll. Außerdem spielen natürlich Raumgrößen, Lebensgewohnheiten, Bauarten, Komfort und andere Faktoren eine Rolle.

2.  Thermische Solaranlage
Im Sommer liefern die Sonnenkollektoren das warme Wasser, das dann über Wärmetauscher im Pufferspeicher gespeichert wird. Von der „Ausbeute“ her eignen sich Vakuum-Röhrenkollektoren sehr gut - insbesondere wenn die nach Süden gerichtete Dachfläche nicht sehr groß ist. Wenn Sie sich für Flachkollektoren entscheiden benötigen Sie evtl. 1 – 2 m² mehr Kollektorfläche.

3. Pufferspeicher
Im Pufferspeicher wird die vom Kachelofen, von den Sonnenkollektoren und ggf. die von der Zusatzheizung gelieferte Wärme gesammelt. Über einen Plattenwärmetauscher wird das im Haushalt benötigte warme Frischwasser erwärmt.

4.  Zentralsteuerung
Zur Zentralsteuerung gehören verschiedene Komponenten: Zunächst einmal die EOS, die die Verbrennungsluftzufuhr im Kachelofen regelt. Am Pufferspeicher sorgt die DZE dafür, dass die vom Kachelofen oder den Kollektoren erzeugte Wärme in verschienen Schichten gespeichert wird und – je nach Bedarf – an die Heizkreisläufe oder das Frischwasser abgegeben wird.

5.  Wandflächenheizung (Fußbodenheizung)
In den Räumen, die nicht vom Kachelofen „bedient“ werden, empfehlen wir anstelle „normaler“ Heizkörper die Wandflächenheizung. Strahlungswärme wird von unserem Körper wie die Sonnenwärme sofort spürbar wahrgenommen. Das Prinzip ist einfach und doch von der „normalen“ Heizung grundverschieden: Anstatt die Raumluft über Heizkörper zu erwärmen und eine „Luftwalze“ in Gang zu setzen werden dem Raum zugewandte Oberflächen auf angenehme 25 - 35° C erwärmt. Die Raumluft kann damit um bis zu 3° C kühler bleiben – bei wohligerem Wärmeempfinden. Besonders bei Niedrigenergie-Häusern ist der Einbau einer Wandflächenheizung sinnvoll, da durch den geringeren Wärmebedarf oft nur 4 - 8 m² Strahlungsfläche pro Wohnraum benötigt werden.